Marienkirche Putzkau

Über mehrere Kilometer entlang des Wesenitztales zieht sich der aus einem Waldhufendorf entstandene Ort Putzkau. Das heute mit Schmölln zu einer politischen Gemeinde verbundene Dorf gehörte viele Jahrhunderte zu Kursachsen und war so lange Zeit dem Amtsbereich Stolpen unterstellt. Unter den Gutsherrschaften sei besonders Jacob Heinrich Reichsgraf von Flemming erwähnt, der als Generalfeldmarschall und Kabinettsminister unter August dem Starken großen Einfluss auf die sächsische Geschichte seiner Zeit hatte. Seine letzte Ruhestätte befindet sich in der Gruft an der Südseite der Putzkauer Kirche, wo er 1728 beigesetzt wurde.

Die Putzkauer Kirche erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe am Rande der Wesenitz. Ihre heutige äußere Erscheinung rührt im Wesentlichen von den Umhauten zu Beginn des 18. Jahrhunderts her. Die Kirche, die 1386 erstmals erwähnt worden war, erhielt 1706 einen Turm anstelle eines Dachreiters.

Am Kircheninneren mit seinem großen, fast quadratischen Chor, beeindruckt vor allem die hervorragend restaurierte Raumfassung, die dem umfassenden Umbau unter der Leitung des Pirnaer Baumeisters Theodor Quentin in den Jahren 1891/92 zu verdanken ist. Dabei wurde der als Sakristei dienende südliche Anbau abgerissen und eine neue Sakristei im Osten errichtet. Die hölzernen Emporenaufgänge ersetzte er durch vorgelagerte Treppentürme an der Westseite des Kirchenschiffes, außerdem wurde gleichzeitig der gesamte Innenraum neu gestaltet. Einzig die Kristalllüster von 1841 und 1883 fanden weiterhin Verwendung. Trotz der dunklen Holzdecke wirkt der Raum hell und Freundlich, was gewiss auch dem offenen Altarbereich zuzuschreiben ist. Die frühere Kanzel über dem Altar ist seit einem Umbau der Sakristei in den 1990-er Jahren nicht mehr zugänglich.

Sanierung des Hauptwegs auf dem Friedhof zur Kirche

Im Auftrag der Kirchgemeinde hat Fa. Kubank aus Neukirch im Frühjahr 2022 den Hauptweg auf dem Friedhof, der vom Tor zur Kirche führt, saniert. Das Pflaster des Weges wurde neu gesetzt und der Weg breiter gestaltet. Die Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.

Die Sanierung wurde im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen (EPLR) 2014-2020 und aus dem Euro­päischen Land­wirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) gefördert.

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