Dieses Jahr ist ein besonderes Jahr in unserer sächsischen Landeskirche: Gleich drei wichtige Wahlen finden statt.

Los geht es mit der Wahl des Landesbischofs. Das Amt des führenden Geistlichen unserer Landeskirche ist nach dem Rücktritt von Landesbischof Dr. Carsten Rentzing im Oktober des letzten Jahres nicht besetzt. Die Landessynode wird im Rahmen einer Sondertagung vom 28. Februar bis 1. März einen neuen „Oberhirten“ wählen. Die Kandidaten werden sich übrigens öffentlich vorstellen, auch in unserer Nähe (Himmelfahrtskirche Dresden, 03.02., 19 Uhr).

Diese Wahl ist eine der letzten Aufgaben der aktuellen Landessynode, denn am 8. März wählen die Kirchvorsteher und Pfarrer aller Gemeinden die Landessynode neu. Die Landessynode ist die Vertretung der Kirchgemeinden und besteht aus 80 Mitgliedern. Davon sind 60 Mitglieder gewählt, 20 werden von der Kirchenleitung berufen. Die Amtsdauer beträgt 6 Jahre.

Zu den Aufgaben der Synode gehören u.a. die landeskirchliche Gesetzgebung und die Beratung und Bewilligung des Haushaltes der Landeskirche. Das Wort „Synode“ kommt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „gemeinsamer Weg“.

Zu guter Letzt werden auch die Kirchenvorstände in allen Gemeinden neu gewählt, also auch bei uns. Die Wahl findet am 13. September (Putzkau, Schmölln) und am 20. September (Bischofswerda, Großdrebnitz, Goldbach) statt. Zu gegebener Zeit werden wir über das Wahlprozedere informieren.

Doch schon jetzt wollen wir gern dazu ermutigen, nicht nur zu wählen, sondern sich auch an der Suche nach geeigneten Kandidaten zu beteiligen.

Daneben ist aber eines ganz wichtig: Dass wir für alle diese Wahlen beten. Die Zukunft unserer Landeskirche hängt auch davon ab, dass Frauen und Männer in diese wichtigen Ämter gewählt und berufen werden, die mit Herzblut für die Sache des Herrn eintreten und für die Einheit der Kirche Sorge tragen.

Pfr. Marc Schneider