Konfirmandenunterricht


Der Unterricht findet in der 7. und 8. Klasse statt und endet mit der Konfirmation. Konfirmation heißt: Ich bestätige und bekräftige meinen Glauben an den dreieinigen Gott, auf dessen Namen ich als Kind getauft worden bin und der mich in der Taufe als sein Kind angenommen hat.

Die evangelisch-lutherische Kirche tauft Kinder, auch wenn diese den christlichen Glauben noch nicht selber bekennen können. Grund für die Kindertaufe ist der in der Bibel be­zeug­te Grundsatz, dass Gottes Gnade und Liebe zu uns Menschen vor all unserem Bekennen und Entscheiden da ist. Gott sagt Ja zu einem Menschen, ehe dieser sich bewusst für Gott entscheiden kann.
Bei der Kindertaufe verpflichten sich die Eltern und Paten, dem Kind zu helfen, dass es im christlichen Glauben aufwächst, um diesen einst selbst zu bekennen.
Im Konfirmandenunterricht leistet die Kirchegemeinde einen Beitrag dazu, dass dieses Versprechen erfüllt werden kann.
Ein Kind, welches bis zur 6. Klasse nicht getauft worden ist, kann am Kon­fir­manden­unterricht teilnehmen und wird in der Regel im Konfirmationsgottesdienst getauft. Dadurch wird unterstrichen, dass Taufe und Konfirmation zusammengehören.

Klassische Inhalte des Konfirmandenunterrichts sind: das Glaubensbekenntnis, die Gottesdienstordnung, die Zehn Gebote, die Beichte (der Umgang mit Schuld und Ver­gebung), die Hoffnung auf das ewige Leben, die Sakramente der Heiligen Taufe und des Heiligen Abendmahls. Am Ende des Konfirmandenunterrichts erfolgt eine Prüfung und die Vorstellung der Konfirmanden in einem gesonderten Gottesdienst.

Im Konfirmationsgottesdienst werden die Konfirmanden gesegnet und es erfolgt der Zuspruch der kirchlichen Rechte:

  • die Zulassung zur eigenverantwortlichen Teilnahme am Heiligen Abendmahl
  • das Recht, Taufpaten zu werden
  • das Stimm- und Wahlrecht in der Gemeinde mit Vollendung des 14. Lebensjahres.